Ausflug nach Lohr am Main mit Spessartmuseum im Lohrer Schloss
Am Samstag, 11. April war der Geschichts- und Kunstverein Bessenbach in Lohr unterwegs. Ziel war das dortige Spessartmuseum. Bereits vor dem Lohrer Schloss begrüßte uns Frau Mähler und gab die ersten geschichtlichen Daten über die früheren Herrscher im Spessart bekannt.
Dann ging es zügig in das obere Stockwerk des Museums, wo die Themen „Fürsten, Förster, Wilderer und Waldglas“ anstanden. Der Spessart entwickelte sich dabei vom anfänglichen Königsforst zum „Wald der kleinen Leute“. In der Jagd- und Forstabteilung des Museums wird die Waldgeschichte des Spessarts von allen Seiten beleuchtet, und auch den z.T. merkwürdigen Fragen nachgegangen, wer sich hier „sauwohl“ fühlte. Dabei spielten natürlich die bekannten Räubergeschichten (Wirtshaus im Spessart) sowie die Spurensuche nach den legendären Banditen (Hasenstab) und zwielichtigen Geschäftsleuten eine bedeutende Rolle. Aber auch die Glasfertigung im Spessart war zu jener Zeit auf einem hohen Niveau. Viele Flaschen, Kelche aller Art und andere sehr zerbrechliche Dinge wurden in die ganze Welt geliefert, unter anderem die Spiegel aus dem Spessart, die einen hervorragenden Ruf bei den Fürstenhöfen genossen.
Nach der sehr interessanten und kurzweiligen Führung konnten alle auf eigene Faust sich wieder durch die anderen Stockwerke nach unten begeben und die verschiedenen Themengebiete nach Lust und Laune besichtigen.
Nach dem Museumsbesuch bot sich ein kleiner Einkaufsbummel an oder wer mochte, nahm an einem Spaziergang zu einigen Highlights der historischen Altstadt teil. Pünktlich um 17 Uhr trafen alle im Keiler-Brauhaus ein, wo wir die vergangenen Eindrücke noch einmal Revue passieren ließen und uns für die Heimreise stärkten. So ging ein sehr abwechslungsreicher und interessanter Nachmittag in Lohr zu Ende. Vielen Dank sagen wir den Fahrern/-innen für ihre Dienste sowie vor allem Dieter Staab für die gute Vorbereitung und Durchführung dieses Ausflugs. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Schön war‘s!