Stadt-Führungen Aschaffenburg

Stadt-Führung in Aschaffenburg mit 2 Gruppen

Gleich an zwei Führungen beteiligte sich der GuKV Bessenbach am vergangenen Freitag, 27. Juni, in Aschaffenburg.

„Nix geht ohne Frauen“, so lautete das erste Thema. Diese Gruppe, unter der Führung von Frau Rien, war auf der Suche nach berühmten und auch weniger berühmten, guten und bösen, skandalösen, sozial engagierten, heiligen und selbstlosen Frauen, die in Aschaffenburg ihre Spuren hinterlassen haben. Sie haben sie wirkliche näher kennengelernt.

Die zweite Gruppe war für „Kunstbanausen“ gedacht. Der Banause wird allgemein als abwertende Bezeichnung gebraucht, mit der den betroffenen ein Mangel an Intellekt, Feingefühl oder Bildung unterstellt wird. Im Besonderen wird „Kunst“- oder “Kultur-Banause“ als Vorwurf gegen ein fehlendes Kunstverständnis gebraucht. Im antiken Griechenland war der Begriff nicht so negativ besetzt. Der Begriff „Banause“ leitet sich vom griechischen Wort „bánausos“ ab, was ursprünglich „(Kunst)Handwerker“ bedeutete.

Bereits an der Stadtbücherei durften die „Banausen“ den Trinkwasser-Brunnen des „Maulaffs“ bewundern. Aber auch an den anderen Objekten wie Carillon, Schloss Johannisburg, Kornhäuschen, Muttergotteskirche, Rienecker Höfen, oder auch Stiftskirche, setzte Frau Dr. Wegmann interessante kunsthistorische Impulse und erweiterte an diesem interessanten Nachmittag unser Wissen über Aschaffenburg. So verging der „Kultur-Trip“ für beide Gruppen wie im Flug.

Eine Einkehr beim „Bier-Sepp“ war schließlich der verdiente Lohn für die große Aufmerksamkeit und das gezeigte Interesse bei beiden Führungen.

 

Fahrt nach Iphofen

Fahrt nach Iphofen

Am Sonntag, 1. September bereiste der Geschichts- und Kunstverein Bessenbach das mittelalterliche Weinstädtchen Iphofen. Am Vormittag stand der Besuch des Knauf-Museums an. Wer gedacht hatte, dass dort die Entwicklung des Gipswerkes bzw. einige Gipsprodukte vorgestellt würden, der wurde positiv überrascht, wenn nicht sogar in Staunen versetzt. Mehr als 200 Repliken aus Gips zeigen dem Besucher in großartiger Präsentation die Glanzlichter der großen Museen – wie z. B. aus dem Ägyptischen Museum Berlin die Grenzstele des Sesostris, aus dem Louvre die Stele des Hammurabi oder aus London den Rosette-Stein, der zur Entzifferung der Hieroglyphen beitrug. Mit großem Sachwissen erläuterte Museumsführerin Frau Oette die meisterlichen Abgüsse und Abformungen des Knauf-Museums aus vier Erdteilen und machte Kunst zu einem ästhetischen Erlebnis.
Im nahen Gasthof „Zur Krone“ nahmen die 19 Teilnehmer ihr Mittagessen ein.
Pünktlich um 14 Uhr begrüßte uns Herr Halbleib zu einer gut eineinhalbstündigen Stadtführung am historischen Rathaus: „Iphöfer Gutshöfe – ein Streifzug durch mehrere 100 Jahre Geschichte Iphofens“.  Da wurde die Vergangenheit Iphofens wieder lebendig. Ob ehemalige Gutshöfe oder andere Sehenswürdigkeiten, jede Station hatte eine interessante Geschichte.
Iphofen birgt viele sehenswerte Baudenkmäler. Das historische Stadtbild Iphofens ist geprägt durch die komplett erhaltene Wehranlage, Tore und Türme, Fachwerkbauten und der gotischen Stadtpfarrkirche St. Veit.
Das Rödelseer Tor ist das bekannteste und älteste von den drei noch erhaltenen Stadttoren. Es gilt als Perle unter Iphofens berühmten Bauwerken. Mit seinem originellen hohlziegelbedachten Turm, dem schmucken Fachwerk und dem Torhaus wurde es zum Motiv unzähliger Maler und Fotografen und zugleich zum Wahrzeichen der Stadt.
Bemerkenswert ist das „Schlupflöchlein“ in den noch heute eingehängten Torflügeln, das geöffnet wurde, wenn ein verspäteter Ankömmling um Einlass bat.
Das Pest- oder Totentor ist seit 1596 zugemauert. Sein Name erinnert an die Zeit, als der „Schwarze Tod“ in Iphofen wütete. Durch dieses Tor wurden allnächtlich die Pesttoten auf einem Karren zu dem außerhalb der Stadt gelegenen Friedhof gebracht und dort in großen Gruben verscharrt.
Zum Abschluss der äußerst interessanten und kurzweiligen Führung lud uns Herr Halbleib zu einem Schoppen Wein in den Rathauskeller ein.
In einem Innenhof eines Cafes ließen wir den herrlichen Tag in Iphofen ausklingen und machten uns dann mit der Bahn auf die Rückreise nach Bessenbach. Schön war`s!