Führung: „Von Hexen. Äbten und dicken Mauern“ in Hörstein

Am Samstag, 20. Juli hatte der Geschichts- und Kunstverein Bessenbach eine historische Führung in Hörstein organisiert. Um 17 Uhr begrüßte Gästeführerin Jeanette Kaltenhauser 17 wissbegierige Bessenbacher Bürger, die der Einladung des Vereins gefolgt waren.
Der erste Teil der ca. zweistündigen Führung durch Hörstein und seiner Geschichte erfolgte wegen der Hitze in der Kirche Maria Himmelfahrt. Frau Kaltenhauser wusste viele historische Fakten von der Entwicklung zum heutigen Hörstein zu erzählen: Wie es zum „Freien Gericht Wilmundsheim“ kam, dessen bedeutendster Ort Hörstein war, wie das Freigericht später aufgeteilt wurde und warum z. B. ein einzelner Obstbrenner nicht nach Bayern wollte.
Anschließend folgten wir Frau Kaltenhauser durch kleine verwinkelte Gassen und hörten von ihr spannende Geschichten über die reiche Vergangenheit des bekannten Weinortes.
Dabei konnten wir noch Reste der ehemaligen Ringmauer bestaunen, kamen am Abtsberg vorbei, den die Äbte von Seligenstadt angelegt hatten und erreichten schließlich den Ort, wo einst der Hexenturm stand. Denn auch in Hörstein fand damals eine schlimme Hexenverfolgung statt. Heute steht auf diesem Platz ein großer Nussbaum, dessen Nüsse innen rot sind. Der Legende nach soll es sich dabei um das Blut der Hexen handeln.
Es waren zwei kurzweilige und sehr interessante Stunden, die wir in Hörstein mit Frau Kaltenhauser verbringen durften. Vielen Dank dafür!
Den frühen Abend ließen wir bei gutem Essen und Wein im Hofgut Hörstein ausklingen.



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